| Torsten Poschmann

Römermühle

Selbstgemacht im Lederbeutel

Habt ihr Lust auf ein selbst gebasteltes Spiel nach historischem Vorbild?

Für die Römermühle benötigt ihr nicht mehr als einen Kreis, der in acht Teile geteilt ist und sechs Spielsteine, jeweils 3 in 2 verschiedenen Farben. Den Kreis könntet ihr sogar einfach auf ein Blatt Papier zeichnen. Aber etwas schöner ist natürlich ein festes Spielbrett aus Keramik, wie auf unserem Foto, oder eines aus Stoff oder Leder. Aus letzteren kann man zudem gleich einen Beutel herstellen, den man verschließen und so das Spielfeld mitsamt den Spielsteinen überall hinnehmen kann.

Was ihr dafür braucht:

  • ein Stück Stoff oder Leder von ca. 20-25 cm Durchmesser
  • runde Schablone (ein Teller eignet sich z.B. gut)
  • Schere, Lineal und Stift (auf dunklem Grund geht auch Kreide, auf hellem am besten ein Kugelschreiber oder Filzstift)
  • Lochzange oder normaler Locher
  • Paketschnur, ca. 80 cm lang
  • Als Spielsteine eignet sich alles Mögliche: kleine Kieselsteine, Glasnuggets, Spielsteine von Dame oder Backgammon, auch Nüsse oder Schokolinsen wären denkbar…

Und so geht´s:

  1. Zunächst müsst ihr auf dem Stoff oder Lederstück einen Kreis aufzeichnen. Am einfachsten ist es, einen Teller zu nehmen und um den Rand die Linie nachzuziehen. Dann den Kreis ausschneiden.
  2. Mit dem Lineal zeichnet ihr nun eine Linie über die Mitte des Kreises. Um die Mitte zu finden, könnt ihr euren Kreis einmal falten, bis beide Hälften exakt aufeinanderliegen, die entstandene Falte ist dann die Mittellinie. Danach um 90 Grad drehen und wieder eine Linie durch die Mitte zeichnen, sodass ihr den Kreis in Viertel geteilt habt. Anschließend jeweils durch die Mitte der Viertel nochmal eine Linie ziehen, sodass ihr den Kreis in Achtel geteilt habt.
  3. Nun wird gelocht. Dazu lasst ihr ca. 0,5-1 cm Abstand vom Rand und macht genau auf alle Linien ein Loch mit der Lochzange oder dem Locher. Jeweils in die Mitte der Achtelstücke solltet ihr auch noch ein Loch setzen (also auf einer unsichtbaren Linie der 16tel), sodass ihr am Ende 16 Löcher habt.
  4. Jetzt müsst ihr noch die Schnur durchfädeln. In welchem Loch ihr beginnt, ist egal. Führt die Schnur von der Rückseite durchs Loch und geht dann im Uhrzeigersinn zum nächsten Loch wieder raus. Das Ganze macht ihr jetzt im Wechsel (von hinten nach vorn, von vorn nach hinten), bis ihr am benachbarten Loch angekommen seid, wo ihr angefangen habt (bei einer geraden Anzahl Löcher solltet ihr wieder auf der Rückseite sein). Nun könnt ihr die Enden der Schnur miteinander verknoten. Wenn ihr an beiden Enden zieht und den Stoff dabei festhaltet, sollte sich der Rand zu einem Beutel zusammenziehen.

Auf YouTube könnt ihr euch die Anleitungen nochmal in Ruhe ansehen:

Für das Spiel benötigt ihr nun noch eine Spielanleitung:

  • es spielen 2 Spieler*innen
  • abwechselnd setzen, wenn alle Steine gesetzt sind wird abwechselnd gezogen
  • erlaubt sind die acht Punkte am Ende der Linien (eure Löcher) auf dem Kreis und der Punkt in der Mitte
  • man darf nur auf freie Punkte ziehen und dabei nicht über gegnerische oder eigene Steine springen
  • wer es schafft, über den Mittelpunkt eine Linie mit seinen drei Steinen zu ziehen, hat gewonnen

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