Dauerausstellung
Di – So von 10 bis 17:30 Uhr | Mo geschlossen
Hinter Aegidien
Hinter Ägidien
38100 Braunschweig
Erwachsene 4,00 € | ermäßigt 3,00 € | Kinder (6–17 Jahre) 2,00 €
barrierefrei
Über 900 Jahre Geschichte: Das Kloster St. Aegidien
Im Jahre 1115 stiftete Markgräfin Gertrud die Jüngere das Benediktinerkloster St. Aegidien. Nur etwa 50 Jahre jünger sind die bis heute erhaltenen Klostergebäude, die damit das älteste Baudenkmal Braunschweigs darstellen.
Bis heute sind Teile der romanischen Klosteranlage aus dem 12. Jahrhundert für Besucher*innen zugänglich. Dazu gehören der östliche Teil des Kreuzgangs mit dem angrenzenden Kapitelsaal (dem Versammlungssaal der Mönche), das Parlatorium (Gesprächsraum) und das Refektorium (Speisesaal).
Vom Kloster zum Gefängnis
Rund 400 Jahre lang prägte das klösterliche Leben diese Räume, bis das Kloster im 16. Jahrhundert infolge der Reformation aufgehoben wurde. In den folgenden Jahrhunderten erlebte die Anlage die unterschiedlichsten Nutzungen vom Damenstift bis Gefängnis.
Einzigartige Architektur im Detail
Ein besonderer Blickfang sind die kunstvoll gestalteten Säulen und ihre Kapitelle. Keine Säule gleicht der anderen: Mal sind sie mit floralen Mustern verziert, mal in sich gedreht, sodass der harte Stein elegant und leicht wirkt. Auch die Kapitelle – die oberen Abschlüsse der Säulen – sind reich mit Blättern oder Ranken geschmückt. Diese feine Gestaltung weist deutliche Ähnlichkeiten mit dem berühmten Kaiserdom in Königslutter auf.
Ein historischer Raum für die Präsentation von Ausstellungen
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten schließlich für die Nutzung als Museum hergerichtet. Seitdem dienen die an sich schon museumswürdigen Säle als eindrucksvolle Ausstellungsfläche – zunächst für das Vaterländische Museum und heute für das Braunschweigische Landesmuseum.
Bitte beachten Sie: In diesen Räumlichkeiten präsentieren wir Ihnen derzeit unsere Sonderausstellung „Essen und Trinken. Eine Erlebnisreise durch Körper und Zeit“.
Der heutige Blick durch die Räume. Dieser wäre im 12. Jahrhundert nicht möglich gewesen. Die Durchbrüche zwischen den Räumen wurden im Zuge der Herrichtung für die museale Nutzung durchgeführt.
© Braunschweigisches Landesmuseum, Anja Pröhle
Heutiger Blick aus dem Klostergarten auf die erhaltenen Teile des Kreuzgangs.
© Braunschweigisches Landesmuseum, Anja Pröhle
Das Herzstück der Räumlichkeiten: Die Säulen. Über die Fertigkeiten der mittelalterlichen Steinmetze kann man nur staunen.
© Braunschweigisches Landesmuseum, Ingeborg Simon
Grabstein des ehemaligen Rektors der Klosterschule Heinrich Grasleghe aus dem Jahr 1368. Heute im Kreuzgang vermauert.
© Braunschweigisches Landesmuseum, Anja Pröhle
Überreste der Nutzung der Räumlichkeiten als Gefängnis.
© Braunschweigisches Landesmuseum, Anja Pröhle
