Klosterräume St. Aegidien

Braunschweigs ältestes Baudenkmal – vom romanischen Kloster zur modernen Ausstellungsfläche

Dauerausstellung

Über 900 Jahre Geschichte: Das Kloster St. Aegidien

Im Jahre 1115 stiftete Markgräfin Gertrud die Jüngere das Benediktinerkloster St. Aegidien. Nur etwa 50 Jahre jünger sind die bis heute erhaltenen Klostergebäude, die damit das älteste Baudenkmal Braunschweigs darstellen.

Bis heute sind Teile der romanischen Klosteranlage aus dem 12. Jahrhundert für Besucher*innen zugänglich. Dazu gehören der östliche Teil des Kreuzgangs mit dem angrenzenden Kapitelsaal (dem Versammlungssaal der Mönche), das Parlatorium (Gesprächsraum) und das Refektorium (Speisesaal).

Vom Kloster zum Gefängnis

Rund 400 Jahre lang prägte das klösterliche Leben diese Räume, bis das Kloster im 16. Jahrhundert infolge der Reformation aufgehoben wurde. In den folgenden Jahrhunderten erlebte die Anlage die unterschiedlichsten Nutzungen vom Damenstift bis Gefängnis.

Einzigartige Architektur im Detail

Ein besonderer Blickfang sind die kunstvoll gestalteten Säulen und ihre Kapitelle. Keine Säule gleicht der anderen: Mal sind sie mit floralen Mustern verziert, mal in sich gedreht, sodass der harte Stein elegant und leicht wirkt. Auch die Kapitelle – die oberen Abschlüsse der Säulen – sind reich mit Blättern oder Ranken geschmückt. Diese feine Gestaltung weist deutliche Ähnlichkeiten mit dem berühmten Kaiserdom in Königslutter auf.

Ein historischer Raum für die Präsentation von Ausstellungen

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten schließlich für die Nutzung als Museum hergerichtet. Seitdem dienen die an sich schon museumswürdigen Säle als eindrucksvolle Ausstellungsfläche – zunächst für das Vaterländische Museum und heute für das Braunschweigische Landesmuseum.

Bitte beachten Sie: In diesen Räumlichkeiten präsentieren wir Ihnen derzeit unsere Sonderausstellung „Essen und Trinken. Eine Erlebnisreise durch Körper und Zeit“.