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Fürst von Welt

...einer der größten Monarchen Europas?!

Ausstellung

Plakatmotiv zur Sonderausstellung "Fürst von Welt" in der Burg Dankwarderode (Herzog Anton Ulrich-Museum)

Persönlichkeit und Kunstverständnis des Herzogs standen im Zentrum der Ausstellung "Fürst von Welt. Herzog Anton Ulrich - Ein Sammler auf Reisen", die vom 10. April bis zum 20. Juli 2014 in der Kemenate der Burg Dankwarderode gezeigt wurde.

Angeregt von einer Kavalierstour begannt Herzog Anton Ulrich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit dem Aufbau einer Kunstsammlung, dessen Erwerbungen ihn von Frankreich über Italien in die Niederlande führen.
Rund 90 Objekte haben in der Kemenate der Burg Dankwarderode sowie in der Interimsausstellung "Epochal" die Sammelpolitik des kunstsinnigen Welfenherzogs beleuchtet.
In der Kemenate der Burg Dankwarderode wurden in sechs Kapiteln die Entwicklung des Kunstsammlers Herzog Anton Ulrich zwischen 1655/56 und 1714 vorgestellt. Ausgehend von der Erziehung in einer vielseitig ausgerichteten Familie richtete sich der Blick zunächst auf die mit der Kavalierstour einsetzenden Beziehungen zu Frankreich. Die 1680er Jahre waren von den Reisen nach Venedig bestimmt. Im Laufe seiner Regierungszeit und den sich damit erweiternden finanziellen Möglichkeiten schienen sich die Kunstkäufe in den Niederlanden zu intensivieren. Ein Heiratsprojekt für seine Enkelin brachte Anton Ulrich schließlich in Verbindung mit dem Kaiserhof in Wien, dem damaligen Zentrum des Deutschen Reiches.

Die Präsentation in der Kemenate der Burg Dankwarderode zeigte rund 40 Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Grafik und Zeichnung sowie der Angewandten Kunst, die zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurden.
Sie sind sowohl Zeugnisse der Lebensstationen des Welfenherzogs, als auch für die Sammlungsherkunft sowie die Bandbreite der Kunstproduktion der vergangenen Jahrhunderte.
In der Interimsausstellung "Epochal" konnten weitere Objekte für die Sammeltätigkeit Anton Ulrichs z.B. Ostasiatika, Kunstkammerobjekte, italienische Majolika oder französische Emails und Gemälde betrachtet werden, deren Erwerb sich auf die Sammlungstätigkeiten des Herzogs zurückführen ließ.
Anton Ulrich gab sich so als hervorragender Kunstkenner zu erkennen, unter seinen Erwerbungen sind bis heute außergewöhnliche Meisterwerke, beispielsweise von Rubens, Rembrandt und Vermeer.