Gemäldesammlung Alte Meister

Unsere Sammlung Alte Meister ist eine der bedeutendsten ihrer Art in Deutschland. Sie können hier Malereigeschichte von europäischem Rang erleben - vom Mittelalter bis um 1800. Besonders bekannt sind die reichen Bestände holländischer und flämischer Meister des „Goldenen Jahrhunderts“. Gemälde von Vermeer, Rembrandt, Rubens, Giorgione, Palma Vecchio, Veronese, Rigaud, Boucher und Adam Elsheimer locken seit Jahrhunderten Kunstlieber aus aller Welt in unser Haus.

Vermeer auf Reisen

Bitte beachten Sie, dass Vermeers "Das Mädchen mit dem Weinglas" derzeit in der Staatlichen Kunstsammlung Dresden gastiert. Im Frühjahr 2022 wird das Werk wieder an gewohntem Platz in unserer Gemäldegalerie zu sehen sein.

Blick in die Gemäldegalerie

Die Gemäldegalerie wurde von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig im Zeitalter des Barock geschaffen und bis heute wird hier sein persönlicher Geschmack spürbar.

Gemälde des Mittelalters

Die mittelalterlichen Altartafeln des 14. und 15. Jahrhunderts sind in der Burg Dankwarderode im Zusammenhang der mittelalterlichen Kunstgattungen präsentiert. Der Bestand umfasst vor allem norddeutsche und niedersächsische Werke, aber auch ein herausragendes Diptychon aus dem Werkstattumkreis des Geertgen tot Sint Jans.

Florentiner Malerei

Aus dem Besitz des Braunschweiger Malers Carlo Bäse wurden 1838 zehn Florentiner Tafeln aus dem späten 14. und 15. Jahrhundert erworben. Kostbare Andachtstafeln auf Goldgrund lassen die leuchtende Aura mittelalterlicher Kirchenausstattungen ahnen. Eine Turnierszene deutet den Übergang zur neuzeitlichen weltlichen Tafelmalerei an.

Altdeutsche Malerei

Lucas Cranach und seine Werkstatt bestimmen die Altdeutsche Abteilung unseres Hauses. Bekannte Bildthemen wie „Adam und Eva“, „Venus“ und Bildnisse sind hier ebenso vorhanden wie große Historien. Bildnisse von Hans Holbein, Christoph Amberger und vor allem vom Braunschweiger Ludger Tom Ring ergänzen die Sammlung.

Niederländische Malerei des 16. Jahrhunderts

Das „Große Gastmahl“ steht im Zentrum unserer "Frühen Niederländer". Nach diesem Werk mit seinem unentschlüsselten Namenszeichen wurde sein Maler „Braunschweiger Monogrammist“ genannt. Er war ein direkter Vorläufer von Pieter Bruegel d.Ä. Das sichert ihm für immer einen wichtigen Platz in der Kunstgeschichte. Auch ein Selbstbildnis von Lucas van Leyden zählt zu den Topstücken der Sammlung.

Flämische Malerei des 17. Jahrhunderts

Die flämische Malerei des Barock ist in unserem Haus in seltener Vielzahl und Qualität vorhanden. Hauptmeister wie Rubens, Van Dyck, Cornelis de Vos, David Teniers II oder auch die Frans Francken-Werkstatt sind jeweils mit mehreren Werken vertreten. Die Serie der „Vier Jahreszeiten“ von Josse de Momper gehört ebenso zu den Highlights wie Rubens’ die Sinne betörende „Judith“.

Holländische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts

Schon Herzog Anton Ulrich kaufte seine Gemälde vorwiegend in Amsterdam, dem damals führenden Kunstmarkt. Holländische Werke bilden daher zahlenmäßig, vor allem aber in der exquisiten Qualität ein Zentrum der Sammlung. Unter den fünf Werken von Rembrandt ist sein spätes „Familienbildnis“ das bedeutendste. Es teilt seinen Weltruhm nur mit Jan Vermeers „Mädchen mit dem Weinglas“.

Deutsche Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts

Als eine der führenden deutschen Barocksammlungen bieten wir einen breiten Überblick über die deutsche Barockmalerei. Niederländische, italienische und französische Einflüsse mischen sich hier zu einem vielgestaltigen Konzert unterschiedlicher Stile. Adam Elsheimers schon von Goethe besungene italienische Morgenlandschaft „Aurora“ gehört dabei zu den Meilensteinen der Landschaftsmalerei in Europa.

Italienische Malerei des 16. bis 18. Jahrhunderts

Venezianische und römische Werke bilden den Schwerpunkt der italienischen Malerei unseres Hauses von der Renaissance zum Barock. Herzog Anton Ulrichs zahlreiche Aufenthalte in Venedig begründeten eine Kollektion mit Hauptmeistern dieser Schule, darunter das berühmte Selbstbildnis des geheimnisvollen Giorgio da Castelfranco, genannt Giorgione.

Französische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts

Herzog Anton Ulrich und die Beamten des Braunschweiger Hofes ließen sich von den französischen Hofmalern Rigaud und Largillerre porträtieren, man war ganz an der französischen Hofkultur orientiert. Etwas später entstanden die anmutige Werke von François Boucher und Jean-Baptiste Greuze. Das galante Lebensgefühl des französischen Adels im 18. Jahrhundert lässt sich hier nachempfinden.

Kontakt und Bildanfragen

Dr. Silke Gatenbröcker

Leitung Gemäldegalerie

E-Mail s.gatenbroecker@3landesmuseen.de
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Fax 0531 1225 - 2408

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Museumstr. 1
38100 Braunschweig

Fotoanfragen

E-Mail bildarchiv.haum@3landesmuseen.de
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