Direktorin/Direktor

Im Betrieb „Niedersächsische Landesmuseen Braunschweig“ ist zum 01.11.2021 – vorbehaltlich der Freigabe des Ausschusses für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtages – die Stelle der/des Direktorin/Direktors des Staatlich Naturhistorischen Museums zu besetzen.

Im Betrieb „Niedersächsische Landesmuseen Braunschweig“ ist zum 01.11.2021 – vorbehaltlich der Freigabe des Ausschusses für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtages – die Stelle der/des

Direktorin/Direktors des Staatlich Naturhistorischen Museums

nach

BesGr. A 16 NBesG / außertariflich nach BesGr. A 16 NBesG

zu besetzen.

Das Staatlich Naturhistorische Museum (SNHM) zählt mit rund 440.000 Objekten zu den drei größten naturkundlichen Sammlungen in Niedersachsen. Es versteht sich als Naturkundezentrum weit über die Braunschweiger Region hinaus. Die zoologische Sammlung ist international ausgerichtet. Herausragend sind u.a. die Vogelsammlung mit mehr als 60.000 Exemplaren, zahlreichen Typusexemplaren aus ausgestorbenen Arten, große regionale Mollusken-, Schmetterlings- und Käferbestände. Die paläontologische Sammlung dokumentiert insbesondere die reichen Fossilvorkommen der Braunschweiger Region und des Harzes.

Das SNHM ist wertvoller Partner für die Natur- und Umweltbildung der Region. Umweltpolitische Themen wie das Verhältnis zwischen Natur, Mensch und Umwelt, Naturschutz, Klimawandel oder Biodiversität spielen in den Dauer- und Sonderausstellungen des Museums eine wichtige Rolle. Die programmatische Ausrichtung des SNHM zielt darauf ab, Erkenntnisse zur Natur- und Menschheitsgeschichte für unsere Gegenwart und seine ökologischen Herausforderungen sichtbar zu machen. Das öffentliche Bewusstsein für die aktuellen ökologischen Probleme soll geschärft, Naturschutz- und Umweltfragen in größere, globale Zusammenhänge gestellt werden. Sonderausstellungen sowie eine intensive Vermittlungsarbeit mit vielfältigen Zielgruppen sind wichtige Bestandteile des Museumsangebots.

Für die Zukunft soll dieses Programm weiterentwickelt werden, auch um in neuen Dauerausstellungen das Profil des Hauses weiter zu schärfen. Kontakte und ein Austausch auf nationaler und internationaler Ebene sind weiter auszubauen.  Voranzutreiben sind neben der Besucherorientierung u.a. die Digitalisierung der Bestände, der Ausbau der Angebote und Aktivitäten zur kulturellen Bildung (auch digital), die Fortsetzung der systematischen Bestandsprüfung und –erschließung (u.a. Provenienzforschung).

Gesucht wird eine erfahrene und dynamische Persönlichkeit. Sie soll das Landesmuseum zielorientiert nach den Grundsätzen eines integrativen und kommunikativen Führungsstils leiten sowie im Vorstand des Betreibes Verantwortung übernehmen.

Bewerbungsvoraussetzungen

Bewerben können sich Personen mit einem Master- oder vergleichbaren wissenschaftlichen Hochschulabschluss in Biologie mit Schwerpunkt Zoologie oder Geowissenschaften mit Schwerpunkt Paläontologie.

Gefordert werden:

  • eine mehrjährige Erfahrung in Museen und umfassende Erfahrungen im Management von Museen (Konzeption von Dauer- bzw. Sonderausstellungen, Sammlungsmanagement, Personalführung),
  • Erfahrung mit dem Einwerben von öffentlichen und privaten Drittmitteln,
  • Kommunikations- und Leitungskompetenz und
  • Genderkompetenz.

Wünschenswert wären zudem:

  • betriebswirtschaftliche Kenntnisse oder einschlägige Erfahrungen,
  • Erfahrung in der Museumskommunikation (Vermittlung, Marketing, Digitalisierung) und
  • Fach- und/oder museumswissenschaftliche Publikationen.

Der Gleichstellung von schwerbehinderten und nicht schwerbehinderten Beschäftigten sieht sich das MWK in besonderer Weise verpflichtet und begrüßt deshalb Bewerbungen schwerbehinderter Menschen. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Bewerbungen schwerbehinderter Personen nach Maßgabe der einschlägigen Vorschriften bevorzugt berücksichtigt. Eine Behinderung/Gleichstellung ist zur Wahrung der Interessen bereits in das Bewerbungsschreiben oder den Lebenslauf aufzunehmen.

Das MWK ist bestrebt, den Anteil an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen kontinuierlich zu erhöhen. Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten sind ausdrücklich erwünscht.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur strebt in allen Bereichen und Positionen an, eine Unterrepräsentanz i. S. des NGG abzubauen. Im Bereich der Besoldungsgruppe A 16 bzw. vergleichbarer außertariflicher Beschäftigung besteht eine Unterrepräsentanz von Frauen; daher werden Bewerbungen von Frauen besonders begrüßt.

Der Dienstposten/Arbeitsplatz ist grundsätzlich teilzeitgeeignet. Der Arbeitsbereich muss ganztägig abgedeckt werden. Teilzeitbeschäftigung kommt daher insbesondere als Timesharing in Betracht. Es muss die Bereitschaft bestehen, mehrtätige Dienstreisen und Abend- bzw. Wochenendtermine wahrzunehmen.

Bewerbungen mit Lebenslauf, ausführlicher Übersicht über den beruflichen Werdegang, Zeugnisse sowie bei Bewerberinnen und Bewerbern aus dem öffentlichen Dienst dem schriftlichen Einverständnis zur Einsichtnahme in die Personalakte (unter Angabe der Ansprechpartnerin oder des Ansprechpartners in der jeweiligen Personaldienststelle) werden innerhalb von sechs Wochen unter der Kenn-Nummer 21/Landesmuseen Braunschweig erbeten an:

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Referat 41

Leibnizufer 9

30169 Hannover

Eine aktuelle dienstliche Beurteilung bzw. ein Zwischenzeugnis (nicht älter als ein Jahr) ist von Bewerberinnen und Bewerbern aus dem öffentlichen Dienst den Bewerbungsunterlagen beizufügen, da diese ein für die Auswahlentscheidung maßgebliches Kriterium darstellen. Sollte keine aktuelle dienstliche Beurteilung bzw. kein Zwischenzeugnis vorliegen, ist die Erstellung umgehend einzuleiten und die Beurteilung unaufgefordert zu übersenden.

Bewerbungen per E-Mail sind grundsätzlich möglich. Die erforderlichen Unterlagen sind in diesem Fall zusammengefasst in einer Datei (PDF-Format; max. 5 MB) an

bewerbung@mwk.niedersachsen.de zu übermitteln.

Bewerbungskosten können nicht erstattet werden. Die Bewerbungsunterlagen werden vier Wochen nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens vernichtet. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nicht berücksichtigte Bewerbungen nur gegen einen adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlag zurückgesandt werden können.

Für Fragen und Auskünfte steht Frau Claudia Heise (Tel. 0511/120-2598, E‑Mail: Claudia.Heise@mwk.niedersachsen.de) zur Verfügung.