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Osterküken 2026

Ausstellung

Traditionell präsentiert das Staatliche Naturhistorische Museum zu Ostern für seine Besucher*innen die Osterküken. Wir laden Sie ein, auf unserem YouTube-Kanal im Livestream ab dem 5. März 2026 den Brutvorgang zu beobachten und mit etwas Glück am Ende vielleicht sogar ein Küken beim Schlupf zu erleben. Ab dem 24. März bis einschließlich 7. April können die Küken dann vor Ort im Museum besucht werden. Wie gewohnt rundet eine kleine begleitende Sonderausstellung, dieses Jahr zum Thema „Federn“, das Ausstellungserlebnis ab.

Fragen, Fakten & Antworten

Unsere „Osterküken 2026“ erreichen auch in diesem Jahr viele Menschen und Besuchende, worüber wir uns grundsätzlich sehr freuen. Unter den diesjährigen Rückmeldungen befinden sich verschiedentlich auch negative Stimmen. Kritik nehmen wir ernst, sofern diese sachlich, wissenschaftlich begründet und berechtigt ist. Gern leisten wir Aufklärung und beantworten gleichzeitig wiederholt gestellte Fragen.

Woher kommen unsere Eier?

Bei der Auswahl der Eier achten wir, zusammen mit dem Tier- und Ökogarten in Peine, auf Vielfalt und Diversität. So wurden alleine in den letzten 5 Jahren den Besuchenden der „Osterküken“ mehr als 20 unterschiedliche, vornehmlich alte und gefährdete, Hühnerrassen vorgestellt.

Nach dem Schlupf …

Den Besuchenden werden nicht nur „einfach niedliche Tiere“ als reines Anschauungsobjekt präsentiert. Jeder Osterküken-Jahrgang wird – seit nunmehr 30 Jahren – von Informationen und einer Ausstellung rund um diesen Themenkomplex (wie beispielsweise Eier, Federn, Hühnerrassen, Hühner- bzw. Eientwicklung, Artverhalten etc.), pädagogisch aufbereitet, begleitet.
Des Weiteren stehen grundsätzlich immer zwei Betreuungspersonen während der Öffnungszeiten bereit, die wissenschaftliche/fachliche Auskunft bzw. Antworten auf Fragen der Besuchenden geben.
Die Küken werden in unserem Gehege, in der Zeit, in der sie sich im Museum befinden, artgerecht gehalten. Sie werden nur im Ausnahmefall durch die betreuenden Personen angefasst und den Besuchenden nicht in die Hand gegeben. Die Betreuungspersonen achten darauf, dass sich die Besuchenden angemessen verhalten. Die Tiere werden nicht gequält oder ausgebeutet. Selbstverständlich liegt uns für die Ausstellung eine Genehmigung des zuständigen Veterinäramtes vor. 

Nach der Osterküken-Zeit im Museum …

Am Ende des Ausstellungszeitraums bringen wir die Küken in den Tier- und Ökogarten in Peine zurück. Bei letzterem handelt es sich ebenfalls um einen außerschulischen Lernort. Mit diesem verbindet das Staatliche Naturhistorische Museum eine langjährige Kooperation, die es uns überhaupt ermöglicht, die Tiere zu zeigen.
In Peine werden die Küken unterschiedlicher Rassen artgerecht in einem großen Außengehege gehalten und weiter aufgezogen. Das heißt, sie werden weder getötet, geschlachtet noch geschreddert, dies gilt auch für die männlichen Küken.

Warum Haus- und Nutztiere im Museum thematisieren?

Die Lebendsammlung(en) des Naturhistorischen Museums haben eine lange Tradition. Die ersten Aquarien wurden schon vor über 100 Jahren gezeigt. 
Die Osterküken-Ausstellung geht auf den Vor-Vorgänger des heutigen Direktors, Professor Gerhard Boenigk (1940 – 2021) zurück. Dieser arbeitete wissenschaftlich als Haustierforscher in Braunschweig und wollte mit seinem Projekt und der Ausstellung den „Großstädtern“ die Nutz- und Haustiere näherbringen. 
Tausende Besucherinnen und Besucher nehmen jährlich die „Osterküken“ inklusive der dazu konzipierten wechselnden Begleitausstellungen und Informationen dankend an und bestärken unser Haus, dieses Format auch zukünftig weiterzuführen.

Persönliche Erfahrungen oder besser digital …?

Ganz grundsätzlich gilt, ein Video kann ein persönliches Erlebnis oder eine persönliche Begegnung mit einem echten Tier nicht ersetzen und in gleichem Maße Staunen und Verständnis für die „Wunder der Natur“ hervorrufen, wie auch zum Überlegen und Nachdenken sowie nachhaltigen Handeln anregen.

Wir bitten darum, auch andere Meinungen (oder Vorlieben) zu akzeptieren. Der Themenbereich Haus- und Nutztiere, wie auch Ernährung (vegan, vegetarisch, flexitarisch, Mischkost …), ist mitnichten einfach nur „schwarz & weiß“, sondern divers und vielfältig.